Patenschaften für Flüchtlinge

Die „Individuelle Betreuung“ ist mit knapp 60 Ehrenamtlern nach der Gruppe der Deutschlehrer die zweitgrößte Gruppe der Flüchtlingshilfe Tönisvorst. Und wir wissen, dass es noch viele weitere Helferinnen und Helfer gibt, die sich um Geflüchtete in ihrer Nachbarschaft kümmern, sich bislang aber noch gar nicht bei uns gemeldet haben. Beispielhaft für diese Ehrenamtler in Tönisvorst, die einzelnen Geflüchteten oder ganzen Familien dabei helfen, sich in Deutschland zurecht zu finden, stellen wir zum Nachlesen zwei Links zu Zeitungsartikeln der vergangenen Tage vor:

Auch das diesjährige
Weihnachtsfest haben wieder viele Tönisvorster mit Flüchtlingen gefeiert, sei es im eigenen Heim oder in einer der Gemeinschaftsunterkünfte, wie z.B. in Vorst. Dort wurden sogar ein gemeinsames Abendessen gesponsert und viele kleine Mitgebsel gesammelt, damit jeder Gast ein Geschenk bekommen konnte.

Die Flüchtlinge sind über jeden Kontakt zu Deutschen dankbar und glücklich, und oft ist unsere Hilfe unerlässlich, um Briefe zu verstehen, Behördengänge zu meistern, nötige Formulare auszufüllen oder manche für uns so selbstverständliche Alltäglichkeit erklärt zu bekommen.

Was furchtbar anstrengend und trocken klingt, macht aber in der Praxis sehr viel Spaß. Das hören wir von allen Ehrenamtlern, die sich auf so eine Patenschaft eingelassen haben. Es wird viel gelacht beim Versuch, sich untereinander zu verständigen, oder wenn schon mal improvisiert werden muss, um ans gewünschte Ziel zu kommen. Es wird viel gestaunt, wenn die Geflüchteten erzählen, wie es in ihrer Heimat war und wenn wir erklären, wie Dinge bei uns funktionieren. Es erfüllt mit viel Stolz zu sehen, wie Integration in kleinen Schritten jeden Tag ein bisschen mehr gelingt.

Wenn Sie sich auch vorstellen können, eine Patenschaft für eine Einzelperson oder eine Familie zu übernehmen, melden Sie sich bei uns. Wir stehen bei allen Fragen jederzeit gern mit Rat und Tat zur Seite.

444 Flüchtlinge leben in Tönisvorst

Laut dem mit Bürgermeister Thomas Goßen geführten Interview von Stephanie Wickerath der Rheinischen Post vom 10. September 2016 sind in den letzten Wochen wieder 109 neue Flüchtlinge in Tönisvorst angekommen. Die meisten Flüchtlinge sind aus Syrien, dem Irak und Afghanistan. Die Menschen kommen aber auch aus Algerien, China, Eritrea, dem Libanon und nun auch aus der Türkei.

Insgesamt werden gemäß der neuen Quote für die Kommunen 190 Flüchtlinge erwartet. Die Stadt hat jedoch derzeit einen Aufschub für weitere Zuteilungen erbeten. Der Grund dafür ist die Entsorgung der 20 Jahre alten Container in Vorst und die anschießende Errichtung eines kleinen Flüchtlingsdorfes in Leichtbauweise für 40 bis 50 Flüchtlinge an derselben Stelle. Dieses soll Anfang Oktober fertig gestellt sein.

Die Stadt weist darauf hin, dass nun kein Flüchtling mehr in der Stadt sei, der nicht registriert ist. Außerdem sind einige Asylsuchende ohne Bleibeperspektive wieder in ihre Heimatländer zurückgekehrt. Der Bürgermeister betont zudem, dass es sich bei der Hausdurchsuchung im August wegen IS-Terror-Verdachts nicht um eine Wohnung gehandelt hat, die von der Stadt für Flüchtlinge angemietet wird. Bei dem Verdächtigen handele es sich vielmehr um eine Person, die seit längerem einen Wohnsitz in St. Tönis habe.

Von den 444 Flüchtlingen in Tönisvorst leben derzeit 367 in städtischen Unterkünften, nur 77 Menschen haben bereits selbst Wohnraum angemietet.

Der Bürgermeister lobt weiterhin die gute Betreuung der Flüchtlinge durch hauptamtliche und ehrenamtliche Kräfte (aktuell über 180 Ehrenamtler [Anmerk. des Verfassers]). Um diese Betreuung auszubauen, soll ab Oktober der Stundenumfang des Sozialdienstes um 19,5 Stunden erhöht werden. Zu der vollen Stelle, die Peter Hohlweger seit einem Jahr bekleidet, kommt dann noch eine halbe Stelle hinzu.

Deckenspende

Ein großes Dankeschön an die „Aktion Mission und Leprahilfe Schiefbahn e.V.“ für die zahlreichen handgestrickten Decken, die unseren Flüchtlingen in der Vorster Turnhalle in kalten Winternächten Wärme spenden.

Schulung des SKM

Der SKM Kempen Viersen (Katholischer Verein für Soziale Dienste) hat heute eine Schulung für Ehrenamtliche der Flüchtlingshilfe Tönisvorst zu den Themen „Rechtliche Situation von Flüchtlingen“ und „Interkulturelle Sensibilisierung“ organisiert. Neben inhaltlich brauchbaren Vorträgen stand im Rahmen eines Rollenspiels auch das Thema „Vorurteile“ zentral. Spannend! Vielen Dank an die beiden Referentinnen des SKM für diese interessanten Stunden. Wir haben viel dazu gelernt, was wir bei unserem Einsatz gebrauchen können.

Geschichte der Flüchtlinge in der RP

Die Journalistin Stephanie Wickerath von der Rheinischen Post stellt regelmäßig nach Tönisvorst geflüchtete Menschen und ihre Beweggründe für ihre Flucht aus ihrem Heimatland vor.
Hiermit werden Leser/innen möglicherweise besser aufgeklärt, sachlich informiert und ggf. Vorurteile ausgeräumt. Wir finden das eine tolle Aktion und danken für die Unterstützung in unserer Aufklärungsarbeit.
Lesen Sie hier die Geschichte von Mahdi Khodadadi aus dem Iran – weitere Artikel finden Sie im Bereich Presse.

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/toenisvorst/geflohen-um-seinen-glauben-zu-leben-aid-1.5475858

Es wird Herbst…

D A N K E !
an die aktion medeor in Vorst für die Spende von Regenjacken und an die Apotheke in Vorst, Kuhstraße für die Spende von Regenschirmen
für unsere Flüchtlinge.

Zudem danken wir action medeor, die unserem Vorster Deutschkurs in den Herbstferien in einem Unterrichtsraum „Asyl“ gewährt.

 

Familienausflug mit der Kolpingfamilie Vorst

Wir kommen aus dem „Danke“ sagen gar nicht mehr heraus, so viele engagierte Menschen und Vereine sind hier in Tönisvorst aktiv.
DANKE an die KOLPINGFAMILIE VORST, die gestern einige Flüchtlinge aus Vorst auf ihren jährlichen Familienausflug eingeladen hat. Es ging mit dem Schluff auf den Hülser Berg.
Super Aktion! Bringt Menschen mal auf andere Gedanken und zeigt ihnen unsere Region.
www.kolpingsfamilie-vorst.de