444 Flüchtlinge leben in Tönisvorst

Laut dem mit Bürgermeister Thomas Goßen geführten Interview von Stephanie Wickerath der Rheinischen Post vom 10. September 2016 sind in den letzten Wochen wieder 109 neue Flüchtlinge in Tönisvorst angekommen. Die meisten Flüchtlinge sind aus Syrien, dem Irak und Afghanistan. Die Menschen kommen aber auch aus Algerien, China, Eritrea, dem Libanon und nun auch aus der Türkei.

Insgesamt werden gemäß der neuen Quote für die Kommunen 190 Flüchtlinge erwartet. Die Stadt hat jedoch derzeit einen Aufschub für weitere Zuteilungen erbeten. Der Grund dafür ist die Entsorgung der 20 Jahre alten Container in Vorst und die anschießende Errichtung eines kleinen Flüchtlingsdorfes in Leichtbauweise für 40 bis 50 Flüchtlinge an derselben Stelle. Dieses soll Anfang Oktober fertig gestellt sein.

Die Stadt weist darauf hin, dass nun kein Flüchtling mehr in der Stadt sei, der nicht registriert ist. Außerdem sind einige Asylsuchende ohne Bleibeperspektive wieder in ihre Heimatländer zurückgekehrt. Der Bürgermeister betont zudem, dass es sich bei der Hausdurchsuchung im August wegen IS-Terror-Verdachts nicht um eine Wohnung gehandelt hat, die von der Stadt für Flüchtlinge angemietet wird. Bei dem Verdächtigen handele es sich vielmehr um eine Person, die seit längerem einen Wohnsitz in St. Tönis habe.

Von den 444 Flüchtlingen in Tönisvorst leben derzeit 367 in städtischen Unterkünften, nur 77 Menschen haben bereits selbst Wohnraum angemietet.

Der Bürgermeister lobt weiterhin die gute Betreuung der Flüchtlinge durch hauptamtliche und ehrenamtliche Kräfte (aktuell über 180 Ehrenamtler [Anmerk. des Verfassers]). Um diese Betreuung auszubauen, soll ab Oktober der Stundenumfang des Sozialdienstes um 19,5 Stunden erhöht werden. Zu der vollen Stelle, die Peter Hohlweger seit einem Jahr bekleidet, kommt dann noch eine halbe Stelle hinzu.